Autor Thema: Nachrichten zu Fracking in Deutschland 2017  (Gelesen 540 mal)

Offline kardan

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Nachrichten zu Fracking in Deutschland 2017
« am: April 01, 2017, 05:46:18 »
Aufruf: bundesweit einzige Großdemo gegen Fracking

15. April 2017 Uhr Rotenburger Ostermarsch gegen Fracking, Treffpunkt: 11 Uhr an der BBS Rotenburg
Pressekonferenz zur Planung am 06.04.2017 um 11:00 Uhr im Pressehaus der Rotenburger Kreiszeitung. Alle Beteiligten Organisationen haben die Möglichkeit sich in der Presse zu äußern. Im Anschluss findet mit allen an der Organisation beteiligten BI ́s eine kurze Lagebesprechung statt.

Schutz des Trinkwassers vor Fracking: Vorbild Rotenburg
Im Kreis Rotenburg/Wümme gibt es eine große Koalition aus Wasserversorgern. Kommunalpolitik und Bürgerinitiativen zum Schutz der Trinkwasservorräte. Ein ausführlicher Bericht in der Lokalzeitung schildert die Szenerie
http://www.kein-fracking-in-der-heide.de/schutz-des-trinkwassers-vor-fracking-vorbild-rotenburg

28. April 2015 Mit offenen Karten: Das ist Fracking https://youtu.be/GHXZT1s9Ji4
Warum Erdgas nicht sauber ist http://ts.blogsport.de/images/201703.Erdgasgefahren.pdf

Wo wurde in Deutschland bisher gefrackt? http://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/wo-wurden-in-deutschland-bisher-fracking
"vergessen" wurden 20 "Probe"-fracs in der Altmark:

20 Frackings seit der Wende http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/salzwedel/902720_20-Frackings-seit-der-Wende.html
In der Altmark ist seit der Wende an verschiedenen Erdgassonden die Fracking-Methode eingesetzt worden. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage ...
Video: Fracking Altmark und der Silbersee. Wo die DDR alles verseuchte, bis heute http://www.youtube.com/watch?v=8U2SErc98UI

26.03.2017 Fracking wurde kürzlich zwar halbherzig verboten (Probebohren erlaubt), wird aber durch das Land/Bergamt Niedersachsen genehmigt, zuletzt westlich von Hannover. http://www.gegen-gasbohren.de/2017/03/26/bbu-pm-2017

Fracking-Gesetzespaket - Verbotseuphorie oder Alarmstimmung?
https://www.dnr.de/rohstoffpolitik-20/blog/erdgas-fracking/fracking-gesetzespaket-verbotseuphorie-oder-alarmstimmung

Faktenübersicht Fracking
https://www.dnr.de/rohstoffpolitik-20/fracking/
https://www.dnr.de/fileadmin/Publikationen/Steckbriefe_Factsheets/16_08_R2-0_Factsheet_Fracking.pdf

23.03.2017 Neue Ölschwemme mit Fracking: USA setzen Ölpreis wieder massiv unter Druck
Mit einer massiven Ausweitung der Produktion hat die Opec versucht, den Frackingboom in den USA einzudämmen - die Ölpreise gingen in den Keller, mit weitreichenden Auswirkungen auf die gesamte Industrie. Zuletzt steuerte die Opec mit Förderkürzungen dagegen - offenbar vergeblich.

22.03.2017 Öl und Gas: Wintershall hofft auf höhere Preise - Fracking-Pläne für Niedersachsen http://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/868775/oel-und-gas-wintershall-hofft-auf-hoehere-preise

21.03.2017 Bürger wollen kein Fracking in der Region- Diskussion mit dem Präsidenten des Landesbergamts http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/hollenstedt/politik/buerger-wollen-kein-fracking-in-der-region-diskussion-mit-dem-praesidenten-des-landesbergamts-d90631.html
Fleestedt. „Wie gefährlich ist Fracking für das Grundwasser?“ „Wieso häufen sich Krebserkranken rund um Gasförderstätten?“ Oder schlicht: „Wir wollen hier kein Fracking.“ Es waren vor allem kritische Fragen und Äußerungen, denen sich Andreas Sikorski, Präsident des Landesbergamts (LBEG), auf einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Fracking und die Rolle des LBEG“ stellen musste. Eingeladen hatte die Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler (SPD).
"Für eine Aufsichtsbehörde sind sie viel zu passiv", Ingo Engelmann "Kein Fracking in der Heide" kritisierte die Arbeit des Landesbergamts ...

8. 3. 2017 Ab 2021 soll auch wieder gefrackt werden – das neue Fracking-Gesetz macht’s möglich https://www.taz.de/!5387417/
Es trifft vor allem Niedersachsen, rund 95 Prozent des in Deutschland gewonnen Erdgases stammen aus diesem Bundesland.
Umweltschützer sind entsetzt. Sie befürchten durch das Fracking noch mehr Erdbeben, Gesundheitsschäden und Krebs­tote in den Förderregionen und munitionieren sich mit neuen Argumenten. Die lieferte jetzt der Ingenieur und Umweltaktivist Bernd Ebeling aus dem Wendland. Er entnahm für eine Dokumentation, die in dieser Woche im NDR ausgestrahlt wurde, Speisepilzproben an einer Förderstelle im niedersächsischen Heidekreis sowie an der zentralen Erdgasaufbereitungsstation Steinitz bei Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Bürgerinitiativen sehen in den Giftstoffen die Ursache für Krebs und andere Erkrankungen. In den vergangenen Jahren sorgte eine Häufung von Krebsfällen im Kreis Rotenburg/Wümme für großes Aufsehen. In der Samtgemeinde Bothel, wo seit Jahren Gas gefördert und auch gefrackt wird, erkrankten allein an Leukämie und Lymphomen neben vielen Frauen doppelt so viele Männer, wie statistisch zu erwarten gewesen wäre.
Auch das Dorf Bellen gehört zu der Gemeinde Bothel. Hier starb in den vergangenen elf Jahren niemand an etwas anderem als an Krebs. Es gab vier Todesfälle, acht weitere Menschen sind erkrankt. Erhöhte Krebsraten gibt es auch anderswo im Kreis Rotenburg und in Rodewald im Kreis Nienburg, wo Erdöl gefördert wird.
In Söhlingen, das ebenfalls zur Gemeinde Bothel gehört, ging bei der Erdgasförderung mindestens einmal etwas schief. Im Januar 2011 kam es dort zu einem schwerwiegenden Umweltunfall. Durch undichte Rohre traten große Mengen Lagerstättenwasser aus, also Grundwasser, das in Erdgas führenden Schichten enthalten und stark mineralisiert sowie teilweise auch radioaktiv ist. Im Erdgasfördergebiet bei Völkersen im Kreis Verden kam es wiederholt zu Erdstößen. Zuletzt bebte im nahen Langwedel die Erde am vergangenen Montag.

03.03.2017 Firmen wollen wieder fracken: Kritiker entsetzt https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Firmen-wollen-wieder-fracken-Kritiker-entsetzt,fracking726.html
95 Prozent des in Deutschland gewonnenen Erdgases kommen aus Niedersachsen. Entsprechendes Entsetzen löst die Ankündigung der Erdgasunternehmen aus, ab 2021 wieder fracken zu wollen. Besonders dürfte das die Landkreise Verden und Rotenburg treffen. Bewohner wie Umweltschützer fürchten die Auswirkungen auf Natur und Mensch.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Firmen-wollen-wieder-fracken-Kritiker-entsetzt,fracking726.html

Offline Carin

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Re: Nachrichten zu Fracking in Deutschland 2017
« Antwort #1 am: April 06, 2017, 20:23:25 »
Moin,

der Rotenburger Ostermarsch am 15. April ab 10 (oder 11) Uhr verdient sicherlich, ganz oben zu stehen. Hoffentlich sehen das viele und gehen da hin!

Ich habe jetzt nicht alle Deine Links durchgesehen, aber beim Hinweis auf
26.03.2017 Fracking wurde kürzlich zwar halbherzig verboten (Probebohren erlaubt), wird aber durch das Land/Bergamt Niedersachsen genehmigt, zuletzt westlich von Hannover. http://www.gegen-gasbohren.de/2017/03/26/bbu-pm-2017
ist Dir allerdings ein geringfügiger Sehfehler unterlaufen:
Fracking scheint da nicht im Spiel zu sein. Allerdings geht Lauenhagengas dort auf Kohleflözgas los, dazu noch in sehr geringer Teufe. Das kann nicht im Sinne einer sauberen, umweltverträglichen Energiegewinnung sein.

Offline kardan

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Re: Nachrichten zu Fracking in Deutschland 2017
« Antwort #2 am: April 12, 2017, 23:02:40 »
Danke für den Hinweis! Ich finde es tatsächlich nicht ganz einfach, zu erkennen, ob "unkonventionell" die harmlose Verpressung von Wasser, Sand und Zitronensäure mit C4-Sprengstoff (Aussagen von Chevron-Angestellten) beinhaltet:

28. März 2017 BBU kritisiert Niedersachsens Einstieg in die Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten
In der Fracking-Diskussion hatte die Landesregierung versucht, Tight-Gas-Reservoirs zu konventionellen Lagerstätten zu erklären und damit einem Fracking-Verbot in diesen Gesteinsschichten zu entgehen. Doch diese Argumentation greift hier nicht: Bei den Kohleflözgasvorkommen handelt es sich eindeutig um unkonventionelle Lagerstätten, deren Erkundung und Ausbeutung sich verbieten sollte. Doch auch hier gibt Niedersachsen nun den Startschuss.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Erfahrungen damit sind in Deutschland praktisch nicht vorhanden. Dennoch wird leichtfertig ohne jede Umweltverträglichkeitsprüfung oder Öffentlichkeitsbeteiligung die Genehmigung erteilt. Die Region Schaumburg wird so zum Freilandexperiment. Dabei ist gerade dieser Standort denkbar ungeeignet. Die geringe Tiefenlage bietet kaum eine Überdeckung. Der Standort ist vom früheren Kohlebergbau zerrüttet und schon heute lassen sich Methanausgasungen aus dem Untergrund beobachten.“

Offenbar wiederholt das Land die Fehler, die schon zur verborgenen Etablierung des Frackings führten. Anstatt die Folgen einer Technik vorab zu ermitteln und zu bewerten, wird ohne Hemmungen losgebohrt. Damit werden Fakten und künftige Standards geschaffen, die sich kaum noch korrigieren lassen. Es stellt sich auch die Frage, wer für mögliche Schäden dieser Gasförderung aufkommt.

Während das LBEG von einer umfassenden Beteiligung des Landkreises spricht, wurde diesem nach Informationen des BBU der Bohrbetriebsplan jedoch gar nicht vorgelegt. Zugleich ist dem BBU unverständlich, wie Wasserbehörde und Landrat auf dieser lückenhaften Basis ihr Einvernehmen erklären können, auf das sich das LBEG nun bezieht.

Der BBU fordert daher die niedersächsische Landesregierung auf, das LBEG anzuweisen, die Bohrgenehmigung unverzüglich zurückzunehmen.

Für weitere Meldungen zur Region Schaumburg, klicke auf den roten Punkt auf der Karte.
Zu Erfahrungen mit der Frac-Technik und undichten Kunststoffrohren, siehe die Region Rotenburg.

Bleibt wachsam, es gibt kein Fracking-Verbot
« Letzte Änderung: April 13, 2017, 00:49:34 von kardan »