Autor Thema: Nordwestradio: Quecksilber-Disku in Hemslingen  (Gelesen 511 mal)

Offline Carin

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Nordwestradio: Quecksilber-Disku in Hemslingen
« am: Juli 09, 2014, 07:22:51 »
Nordwestradio unterwegs:
Erhöhte Quecksilberwerte durch Gasbohrungen?

*Die Sendung wird dieses Mal am 9. Juli  von 15 bis 16 Uhr im
"Landgasthaus  Meyer" in Hemslingen aufgezeichnet und ab 18 Uhr im Nordwestradio ausgestrahlt!*

*Gesprächspartner:*

    * Bernd Ebeling, Sprecher der Bürgerinitiative und Bauingenieur für
      Wasserwirtschaft
    * Dr. Harald Kassner,* *Chemiker, Exxon Mobile
    * Klaus Söntgerath*, *Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
    * Elke Twesten, Bündnis 90/die Grünen
    * Klaus Torp, Pressesprecher Exxon Mobile

Veranstaltungsort

Landgasthaus Meyer
Eichenweg 4
27386 in Hemslingen

Redaktion und Moderation: Hilke Theesen

*Der Eintritt ist frei,*
*Gäste sind herzlich willkommen*
*und dürfen Fragen zur Diskussion beitragen*

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    Bürger im Landkreis Rotenburg und im Heidekreis besorgt

*An mehreren Erdgasförderstellen im Landkreis Rotenburg ist bei Bodenproben
giftiges Quecksilber gefunden worden. Entsprechende Messergebnisse hat der
Naturschutzbund (Nabu) vorgelegt. Viele Anwohner machen sich nun große Sorgen um
ihre Sicherheit. Werden sie angemessen informiert? Wir diskutieren darüber – am
9. Juli ab 15 Uhr in Hemslingen (Rotenburg).*

Erdgasförderbohrung [Quelle: DPA]
Quelle: DPA

Fördern Erdgasbohrungen auch giftiges Quecksilber an die Oberfläche? Viele
Bürger in Rotenburg sind verunsichert.

Bislang ist es nur ein Gerücht: Auch die offziellen Messungen des
Landesbergamtes sollen zu dem Ergebnis gekommen sein, dass sich Quecksilber im
Boden rund um die Förderstellen befindet. Bisher blieben diese Ergebnisse aber
unveröffentlicht. Rund 100 Erdgasförderplätze gibt es allein im Landkreis
Rotenburg. Anwohner und Umweltschützer fordern jetzt eine Offenlegung der
Informationen.


      Messwerte des Nabu überschreiten Grenzwerte um das bis zu 70-fache

Quecksilber in einer Ampulle [Quelle: Dnn87]
<http://www.radiobremen.de/nordwestradio/quicksilber100_v-slideshow.jpg>
Quelle: Dnn87
zoom <http://www.radiobremen.de/nordwestradio/quicksilber100_v-slideshow.jpg>

Quecksilber führt schon in geringen Dosen zu Zellschäden.

Der Naturschutzbund Nabu ist bereits sicher, dass die Ergebnisse des
Landesbergamtes ebenfalls Besorgnis erregend sein werden. "Da muss jemand genau
hingucken", sagt der Vorsitzende Roland Meyer. In der Nähe zweier Plätze sind
die Naturschützer nach eigenen Angaben mit ihren Stichproben eindeutig fündig
geworden: Mit 4,2 und 6,7 Milligramm Quecksilber je Kilogramm Boden liegen die
gemessenen Werte, so sagen sie, etwa 40 bis 70 mal über dem Gehalt unbelasteten
Bodens aus der Region.


      Kommt das Quecksilber über Wasser in den Boden?

Was bewirkt Quecksilber?

Schon wenige Gramm Quecksilber sind für den Menschen tödlich. Doch auch
geringere Mengen können zu einer Vergiftung führen. Typische Anzeichen sind
zitternde Hände, Nervenschäden, Sehstörungen, Verhaltensstörungen und Lähmungen.

"Die Fundorte, zum Beispiel ein Graben und der Randstreifen eines Ackers, lassen
vermuten, dass das Quecksilber durch ablaufendes Wasser in den Boden gelangt
ist", sagt Roland Meyer. Bereits vor vier Jahren hat das Landesamt für Bergbau,
Energie und Geologie (LBEG) an zumindest einer Erdgasförderstelle im Landkreis
Rotenburg erhöhte Quecksilberwerte gemessen. Die Umweltschützer wünschen sich
nun, dass die Bevölkerung rund um die Förderstellen öffentlich über neue
Messergebnisse informiert wird.


      Fragen:

    * Wodurch entsteht die hohe Quecksilberbelastung an den Bohrstellen?
    * Wer übernimmt die Sanierung?
    * Werden die Bürger ausreichen und umfassend über die Gefahren informiert?

Fragen, auf die wir Antworten suchen, bei Nordwestradio unterwegs am 9. Juli in
Hemslingen (Rotenburg)