Autor Thema: Frack in Saal - Akteneinsicht  (Gelesen 569 mal)

Offline Carin

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Frack in Saal - Akteneinsicht
« am: Juli 15, 2014, 19:42:58 »
Hallo zusammen,

wir waren gestern zu fünft zur Akteneinsicht im Bergamt Stralsund und
haben uns den Teil der Zulassungsakte für die Fracs und die
Testförderung in der Bohrung Barth11 bei Saal angeschaut, der uns
vorgelegt wurde.

Freundlicherweise hat uns das Bergamt den Zulassungsbescheid für de
Sonderbetriebsplan und den Bescheid über die wasserrechtliche Erlaubnis
gebührenfrei überlassen. Die Scans dieser beiden Dokumente sind
vorübergehend hier archiviert, bis wir ein zentrales Dokumentenarchiv haben:
http://tinyurl.com/qxz5gzn
http://tinyurl.com/k93vryf
(Interessehalber zur Übersicht hier noch der 4-Seiter, den die örtlichen
Mitstreiter vor der Anhörung im Landtag-MV verteilt haben:
http://tinyurl.com/p2bhh4u)

Die Akte, die wir gestern vorfanden, enthielt einen Teil der Unterlagen,
die zu dieser Sonderbetriebsplanzulassung gehören. Wir wurden eingangs
belehrt, dass es nach dem Datum meines Antrages auf Akteneinsicht
insgesamt 4 Änderungsanträge gab, die zugelassen wurden. Diese waren
nicht in der Akte enthalten.
Diese Anträge betrafen unter Anderem den Wechsel des ursprünglich
beantragen Rigs, die Kalibrierung der Mikroseismik, das
Grundwassermonitoring...

Darüber hinaus war die Akte nach unserem Dafürhalten übermäßig
geschwärzt, so, wie wir das auch schon von der Erlaubnisakte Vierlande
kennen. Der Einspruch via Informationsbeauftragten des Landes Hamburg
hatte letztes Jahr einiges mehr an Offenlegung bewirkt. Eventuell haben
die Mitstreiter vor Ort Gelegenheit, ähnlich zu verfahren und über den
Informationsbeauftragen des Landes MV mehr Einblick zu erlangen.
Der Bericht des Hamburgischen Informationsbeauftragten ist hier:
http://www.vierlaender.de/archives/550-HmbBfDI-Az.-D31-2013-25-IFG.html

Ein weiterer Bericht von mir wird folgen, sobald einige noch offene
Fragen recherchiert sind.

Ein Wort zum Abschluss erlaubt mir: Stellt Informationsanträge und
begehrt Einsicht in Umweltinformationen, sobald es auch nur eine Ahnung
von Anträgen auf Frack-Zulassungen gibt!
Ich ärgere mich sehr, dass ich mit meinem Antrag bzgl. Barth11 fast fünf
Wochen gewartet habe. Wäre ich sofort aktiv geworden, dann hätten wir
evtl. rechtzeitig Dinge herausgefunden, die dem Unfug umgehend ein Ende
hätten setzen können. Jetzt sind über 7 Tonnen Chemikalien im Untergrund
und schätzungsweise 180.000 Kubikmeter Untergrund zerrüttet - mit
ungewissen Folgen in irgendeiner Zeitspanne.

Kein Frack mehr, nirgendwo!

Schöne Grüße, Carin
--
BI FrackingFreies Hamburg
« Letzte Änderung: Juli 18, 2014, 14:15:51 von Carin »