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Pressespiegel / Fracking-Kontroversen in Frankreich, Deutschland und Polen
« Letzter Beitrag von Rainer am Juni 20, 2017, 14:39:57 »
Fracking-Kontroversen in Frankreich, Deutschland und Polen

Zitat
Augsburg/RK/KPP - Weshalb wird in Frankreich, Deutschland und Polen ganz unterschiedlich mit Hydraulic Fracturing – kurz Fracking – umgegangen, obwohl nicht nur die Risiken dieser Technologie, sondern auch die mit ihr verbundenen ökonomisch-ökologischen Interessenkonflikte in allen drei Ländern vor dem Hintergrund der Energiewende mehr oder weniger identisch sind? Ob und wie hier unterschiedliche gesellschaftliche, kulturelle oder politische Deutungsweisen, Bewertungen und Wahrnehmungen eine zentrale Rolle spielen, wird ein von der DFG über drei Jahre hinweg mit 580.000 Euro gefördertes Projekt untersuchen, das jetzt am Augsburger Soziologie-Lehrstuhl von Prof. Dr. Reiner Keller gestartet ist.

Moderne Industriegesellschaften sind in einem hohen Maße auf die Versorgung mit Energie angewiesen. Die effektive Nutzung von Energie ist eine zentrale Grundlage für gesellschaftlichen Forstbestand sowie für die gesellschaftliche Entwicklung. Dass die Nutzung von Energie jedoch nicht alleine mit technischen Fragen verbunden ist, haben spätestens die Debatten um die Kernenergie seit den frühen 1980er Jahren gezeigt, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Wahrnehmungen und Deutungsmuster hinsichtlich der Risiken und Vorteile dieser Technologie kontrovers diskutiert wurden. Von dieser Beobachtung ausgehend interessiert sich die Soziologie insbesondere für die verschiedenen Leitbilder, Wert- oder Zukunftsvorstellungen und Sicherheitskonzepte, die mit divergierenden Einschätzungen und Vorstellungen von einer adäquaten gesellschaftlichen Energieversorgung verbunden sind.

Konflikte um Hydraulic Fracturing im Kontext der Energiewende

Im Kontext der Diskussionen um Nachhaltige Entwicklung wird inzwischen weltweit die Energiewende, also das Ziel einer Umstellung der gesellschaftlichen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien, als ein etabliertes Leitbild diskutiert. Gleichzeitig setzen aber viele gesellschaftliche Bereiche nach wie vor auf die Nutzung fossiler Energien. Die sich daraus ergebenden Konfliktkonstellationen werden am Beispiel der aktuellen Kontroversen um Hydraulic Fracturing (kurz: Fracking) besonders deutlich...
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Industrie / Central European Petroleum (CEP)
« Letzter Beitrag von kardan am April 13, 2017, 05:22:09 »
CEP führt Explorationsmaßnahmen in Vorpommern sowie nahe der deutsch-polnischen Grenze in der Niederlausitz in Brandenburg durch. Diese Gebiete wurden zuletzt in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren durch den ehemaligen staatseigenen DDR-Erdölbetrieb Erdöl-Erdgas Gommern (EEG) exploriert, bevor moderne Explorations- und Produktionsmethoden wie 3D-Seismik oder Horizontalbohrungen verfügbar waren.

Gegenwärtig hält CEP 10.400 Quadratkilometer Aufsuchungserlaubnisfelder entlang bekannter Erdöl- und Erdgasvorkommen. Im Erfolgsfall wird CEP in Teilgebieten dieser Aufsuchungserlaubnisfelder Fördergenehmigungen beantragen.
  • Lübben, Brandenburg
  • Forst, Brandenburg
  • Grimmen, Mecklenburg-Vorpommern
  • Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern
  • Plantagenetgrund, Mecklenburg-Vorpommern
  • Anklam, Mecklenburg-Vorpommern
  • Ribnitz, Mecklenburg-Vorpommern
  • Oderbank, Mecklenburg-Vorpommern
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Bundesländer / Engie in Brandenburg
« Letzter Beitrag von kardan am April 13, 2017, 05:10:20 »
Engie (Gaz de France/SUEZ) hat auch Pläne für Märkisch Buchholz in Brandenburg:

"Im brandenburgischen Märkisch Buchholz möchten wir - sobald alle notwendigen Genehmigungen vorliegen - aus einem bereits bekannten Reservoir Erdgas und Kondensat fördern."

"The Märkisch Buchholz reservoir lies in Brandenburg, around 50 km
south-east of Berlin. GDF SUEZ E&P Deutschland developed the field with
three exploration wells in 1986. However, we were unable to use the
reservoir for production because the gas has a very high nitrogen
content. Now new processing technologies are making commercial
production possible. In autumn 2015 we will be carrying out production
tests that should confirm our technical plans. The processing plant
will be constructed as part of an intra-group collaboration, and gas
production is scheduled to start in 2019. In a separate project (but
still closely linked to gas production), we and other ENGIE
subsidiaries are aiming to provide the town of Märkisch Buchholz and
the surrounding communities with a carbon-neutral energy supply in the
medium term."
http://www.gdfsuezep.de/en/cms/upload/PDF/ENGIE_Imagebroschuere_ENG.pdf

auf der Karte

Mehr zu ENGIE
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Industrie / Was treibt ENGIE?
« Letzter Beitrag von kardan am April 13, 2017, 05:08:47 »
Laut http://www.gdfsuezep.de
- hält das Unternehmen 597  MITARBEITER
- produziert 5,2 TWh aus ERDGASFÖRDERUNG
- fördert 388.000  t ERDÖLFÖRDERUNG
- und macht damit 287 Mio. UMSATZ

Einige der Aktivitäten sind in der Unternehmensbroschüre erwähnt (S.6)

Nicht immer lief bisher alles glatt: ENGIE schaffte es bisher vier Mal in die Charts.
Aktuelle Unternehmsnachrichten

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Bohren, Fracken, Workover / Re: Nachrichten zu Fracking in Deutschland 2017
« Letzter Beitrag von kardan am April 12, 2017, 23:02:40 »
Danke für den Hinweis! Ich finde es tatsächlich nicht ganz einfach, zu erkennen, ob "unkonventionell" die harmlose Verpressung von Wasser, Sand und Zitronensäure mit C4-Sprengstoff (Aussagen von Chevron-Angestellten) beinhaltet:

28. März 2017 BBU kritisiert Niedersachsens Einstieg in die Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten
In der Fracking-Diskussion hatte die Landesregierung versucht, Tight-Gas-Reservoirs zu konventionellen Lagerstätten zu erklären und damit einem Fracking-Verbot in diesen Gesteinsschichten zu entgehen. Doch diese Argumentation greift hier nicht: Bei den Kohleflözgasvorkommen handelt es sich eindeutig um unkonventionelle Lagerstätten, deren Erkundung und Ausbeutung sich verbieten sollte. Doch auch hier gibt Niedersachsen nun den Startschuss.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Erfahrungen damit sind in Deutschland praktisch nicht vorhanden. Dennoch wird leichtfertig ohne jede Umweltverträglichkeitsprüfung oder Öffentlichkeitsbeteiligung die Genehmigung erteilt. Die Region Schaumburg wird so zum Freilandexperiment. Dabei ist gerade dieser Standort denkbar ungeeignet. Die geringe Tiefenlage bietet kaum eine Überdeckung. Der Standort ist vom früheren Kohlebergbau zerrüttet und schon heute lassen sich Methanausgasungen aus dem Untergrund beobachten.“

Offenbar wiederholt das Land die Fehler, die schon zur verborgenen Etablierung des Frackings führten. Anstatt die Folgen einer Technik vorab zu ermitteln und zu bewerten, wird ohne Hemmungen losgebohrt. Damit werden Fakten und künftige Standards geschaffen, die sich kaum noch korrigieren lassen. Es stellt sich auch die Frage, wer für mögliche Schäden dieser Gasförderung aufkommt.

Während das LBEG von einer umfassenden Beteiligung des Landkreises spricht, wurde diesem nach Informationen des BBU der Bohrbetriebsplan jedoch gar nicht vorgelegt. Zugleich ist dem BBU unverständlich, wie Wasserbehörde und Landrat auf dieser lückenhaften Basis ihr Einvernehmen erklären können, auf das sich das LBEG nun bezieht.

Der BBU fordert daher die niedersächsische Landesregierung auf, das LBEG anzuweisen, die Bohrgenehmigung unverzüglich zurückzunehmen.

Für weitere Meldungen zur Region Schaumburg, klicke auf den roten Punkt auf der Karte.
Zu Erfahrungen mit der Frac-Technik und undichten Kunststoffrohren, siehe die Region Rotenburg.

Bleibt wachsam, es gibt kein Fracking-Verbot
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Pressespiegel / Re: Bohrschlammgrube Brüchau/Altmark: Gift in der Landschaft
« Letzter Beitrag von kardan am April 11, 2017, 15:21:11 »
Das Thema ist inzwischen bundesweit bekannt, aber noch immer will das Amt für Altlasten (LAF) unter Stadelmann (früher GdF) erstmal weiter prüfen, um Referenzwerte für die Zeit nach der Sanierung zu haben. Also läuft das Gift weiter unterirdisch ab und erkranken an Krebs.
Vollständige Historie mit Presseberichten und Stellungnahmen der BI

10. April 2017 MZ "Dass sie undicht ist, gilt als sicher."
„Durch die bisher durchgeführten Untersuchungen ist nachgewiesen, dass die natürliche Abdichtung der Deponie nicht den Austrag von Schadstoffen verhindert.“ – Studie des Umweltamts, 2000

    Thomas Wünsch (SPD), Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, spricht von einem „Kenntnisdefizit“. Im Landtag nannte er zwei Optionen. Nummer eins: die Deponie wird abgedeckt, so dass sie nicht mehr von Regenwasser durchgespült wird. Nummer zwei: Der See wird ausgehoben, der Inhalt entsorgt. Die eine Option kostet vier, die andere 20 Millionen Euro.

    Der Chef der Landesanstalt für Altlastenfreistellung arbeitete früher für Gaz de France – dem damaligen Deponie-Betreiber. Dass die Landesregierung nun behauptet, sie wisse nicht, was in der Grube ist, sei nicht gerade glaubwürdig, so Lenz. Frederking sagt, „ich hatte nicht immer den Eindruck, dass die Regierung mit dem nötigen Ernst an diese Sache rangegangen ist.“

    Und in Brüchau kursiert derweil eine Liste. Darin notieren Bewohner Krebserkrankungen im Ort. Laut Chronik bekommt rund jeder Sechste eine Diagnose. „Die Kausalität zur Wasserqualität ist natürlich nicht beweisbar“, sagt Lenz. Der Wert sei aber ohne Zweifel ein Ausreißer.

13. April 2017 "Annäherung in Debatte um Silbersee" - Treffen mit BI im Rathaus Kalbe

- Konsens: Sonderbetriebsplan statt Zweitgutachten nach fachlichen Hinweisen aus Bevölkerung, um das Verfahren zu beschleunigen

- Abdecken oder ausbaggern? Entscheidung vertagt auf nächstes Treffen

"Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT hat der Betreiber der Deponie, der französische Konzern ENGIE, schriftlich mitgeteilt, dass er an einer Zusammenarbeit mit Bürgern und Behörden interessiert sei. Nach einem weiteren Treffen soll entschieden werden, ob die Grube nur abgedeckt oder ausgebaggert wird."

In Sachen Brüchauer Bohrschlammdeponie, auch Silbersee genannt, soll es kein neues Untersuchungskonzept, sondern stattdessen einen Sonderbetriebsplan geben, in dessen Rahmen nun noch einmal umfangreiche Untersuchungen zum Inhalt sowie zur Dichtigkeit der ehemaligen Lehmgrube erfolgen sollen.

Wie BI-Vertreter Bernd Ebeling gestern nach der Zusammenkunft sagte, gebe es nach wie vor unterschiedliche Auffassungen zur Grundwasserbelastung, die von der Deponie ausgehe. „Zudem sind wir der Meinung, dass die Landesregierung viel zu langsam arbeitet.“

Demnächst soll die Betreiberfirma der Deponie, die Engie, auf der Basis des vorhandenen Untersuchungskonzeptes den Antrag für den Sonderbetriebsplan beim Landesamt für Geologie und Bergwesen einreichen. Er ist Voraussetzung für die spätere Grubenschließung, wobei weiter völlig offen ist, auf welche Art diese dann erfolgt.
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Zitat
UPDATE: Auch dank des Engagements von SumOfUs-Mitgliedern haben etliche Banken ihre Unterstützung für die Skandal-Pipeline gestrichen -- gerade erst haben wir mit unserem Protest erreicht, dass sich die BayernLB aus der Finanzierung der umstrittenen Dakota Access Pipeline (DAPL) zurückziehen will.

Doch eine Bank bewegt sich keinen Zentimeter: Die Deutsche Bank.

Wegen ihrer Verwicklungen mit Donald Trump ist die Deutsche Bank so anfällig für öffentlichen Druck wie noch nie -- nutzen wir diesen Moment und bringen wir sie endlich dazu, der Dakota Access Pipeline eine Absage zu erteilen!

Seit Monaten tobt in North Dakota, USA, ein Kampf um die heiligen Stätten der Standing Rock Sioux, ihre Wasserversorgung und den Klimaschutz. Denn mitten durch heiliges Land soll die Dakota Access Pipeline gebaut werden -- ein Monstrum, das täglich mehr als 55 Millionen Liter Erdöl transportieren soll.

Die amerikanischen Ureinwohner wehren sich dagegen. Und Menschen auf der ganzen Welt unterstützen ihren Protest: durch Spenden, Demonstrationen, oder Solidaritätsbekundungen über Facebook. Auch prominente US-Schauspieler wie Samuel L. Jackson und Mark Ruffalo setzen sich für sie ein...

Deutsche Bank, Bayerische Landesbank: Kein Geld für die Dakota Access Pipeline!

Weitere Infos
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Vorläufige Anwendung von CETA verschoben! Und CDU entdeckt Demokratie!

Zitat
in einem Beitrag des kanadischen Fernsehsenders CBC vom 27. 3. 2017 und im Wiener Standard vom 1.4.2017 steht es drin, dass der Beginn der vorläufigen Anwendung von CETA um ein Vierteljahr verschoben wird. Die Gründe für die überraschend gemeldete Verzögerung sind, dass die Provinzen und Territorien es noch zustimmen müssen. Die EU-Kommission und die kanadische Zentralregierung verbreiten, dass einzelne kanadische Provinzen noch Gesetze anpassen müssten, um CETA-konform zu sein. Das heißt, dass demokratische Provinzverfassungen für CETA-Nutznießer ins UNDEMOKRATISCHE verändert werden. Kanada hat bis jetzt schon sehr schlechte Erfahrungen mit Freihandelsabkommen gemacht. Sehr viele Prozesse hat das Land durch das Schiedsgerichtsverfahren verloren. Das Land hat schon viel zahlen müssen und viele Arbeitsplätze verloren...

http://derstandard.at/2000055141403/Ceta-kommt-spaeter-als-gedacht-Queen-muss-noch-zustimmen

CETA kommt auch vorläufig nicht so schnell!

Zitat
5. Apr. 2017 — Liebe Unterstützer*innen, liebe Freund*innen, liebe Mitstreiter*innen, liebe Gleichgesinnte,

eigentlich "sollten" wir CETA vorläufig schon haben. Anscheinend geht doch nicht alles so schnell wie man sich das vorgestellt hat:)...
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UVP / Re: Immissionsschutzrechtliches Verfahren Reststoffbehandlungsanlage Söhlingen
« Letzter Beitrag von Carin am April 06, 2017, 21:17:34 »
Erst verschoben, wegen unerwartet vieler und zudem schwerwiegender Einwendungen, dann verlängert auf mehrere Tage wegen unerwartet heftiger Auseinandersetzungen:

»Der Erörterungstermin des Landesbergamts (LBEG) zur vom Konzern „ExxonMobil“ geplanten Reststoffbehandlungsanlage bei Bellen ist am Dienstag vor rund 80 Zuhörern zu einem stundenlangen verbalen Schlagabtausch über Grundsätzlichkeiten geraten...«:
https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/bothel-ort120353/viele-fragen-aber-wenig-antworten-8082901.html
https://www.rotenburger-rundschau.de/lokales/bothel/erster-eroerterungstermin-fuer-exxon-projekt-in-bellen-von-nina-baucke-118936.html

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Pressespiegel / In Brunsbüttel wird ein LNG-Terminal in Angriff genommen
« Letzter Beitrag von Carin am April 06, 2017, 21:03:45 »
Jetzt ratet mal, was das für Gas ist, das da verflüssigt importiert werden soll...

Riesige Investition : Brunsbüttel bekommt Import-Terminal für Flüssiggas
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