Forum gegen Gasbohren

ALLGEMEIN => Pressespiegel => Thema gestartet von: Christine am Oktober 18, 2015, 13:49:35

Titel: Sondermüll-Entsorgung ungeregelt
Beitrag von: Christine am Oktober 18, 2015, 13:49:35
Niedersachsen: Es gibt kein Konzept zur Entsorgung von Sondermüll und Abwasser aus der Gasproduktion, berichtet der Weser-Kurier. Mit dem Gas und dem "Lagerstättenwasser" treten weitere Stoffe aus dem Untergrund zutage: 8000 Tonnen Salz allein im Gasfeld Völkersen - Schwermetalle, Kohlenwasserstoffen (BTX und MKW) - Brisant ist die Aussage Blei und QUECKSILBER könnten "weiterverarbeitet" werden. Für Quecksilber gibt es ein internationales absolutes Exportverbot seit 2011 und niemand braucht die etwa 20 Tonnen des Giftes, die jährlich als "Nebenprodukt" des Gases als hochgiftiger Sondermüll anfallen. http://www.weser-kurier.de/region/verdener-nachrichten_artikel,-Kein-Platz-fuer-Abfallstoffe-_arid,1231972.html
Titel: Re: Sondermüll-Entsorgung ungeregelt
Beitrag von: Carin am Oktober 18, 2015, 15:30:24
Kein Konzept, wohl wahr. Und das, obwohl das Problem seit Jahren diskutiert wird: "Wir werden die Versenkbohrstellen neu bewerten", sagte jetzt Klaus Söntgerath, Abteilungsleiter im Landesamt für Bergbau, Energiewirtschaft und Geoinformationssystem (LBEG), im Umweltausschuss des Landkreises. [Weser-Kurier, 27.6.13 (http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Bergamt-will-Fracking-ueberpruefen-_arid,603100.html)]

Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, um welche Mengen es sich jetzt schon handelt - vor dem Fracking-Boom, der hierzulande geplant ist, wenn es nach gewissen Leuten geht - eignet sich folgendes Zitat aus derselben Quelle:
Ob es denn technisch möglich sei, das Lagerstättenwasser zu reinigen, fragte die CDU-Abgeordnete Gabriele Hornhardt. Söntgerath bejahte dies, gab aber zu bedenken, dass bundesweit jährlich elf Milliarden Liter dieser Abwasser entsorgt werden müssten. "So lange es rechtlich möglich ist, werden die Unternehmen das Lagerstättenwasser versenken", sagte er.