Autor Thema: Sondermüllverklappstelle "Groß Hamburg 2"  (Gelesen 549 mal)

Offline Carin

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Sondermüllverklappstelle "Groß Hamburg 2"
« am: August 28, 2014, 12:01:57 »
Vor wenigen Wochen fanden wir heraus, dass GdF Suez mitten im Sinstorfer Wohngebiet eine sog. Einpressbohrung betreibt. Da wird Lagerstättenwasser aus der Ölproduktion der umliegenden Felder verpresst. "Einpressbohrung" ist lt. älteren LT-Anfragen von Stefan Wenzel und Volker Bajus als Bohrung definiert, in die etwas eingepresst wird, um den Lagerstättendruck aufrecht zu erhalten.

Inzwischen haben die Grünen in der Bürgerschaft und die Linken im Bezirk Harburg jeweils eine Anfrage an die bezirkliche bzw. staatliche Verwaltung gestellt. Die Linken begleiteten ihre Anfrage mit einer Pressemeldung. Das Hamburger Abendblatt hat die PM aufgegriffen und einen, wie ich finde, ziemlich dümmlichen Artikel dazu gebracht:

*Spekulationen um das Ölbohrloch*
Linke-Fraktion stellt Anfrage zum Baugebiet Sinstorf 22 und beantwortet
sie sich schon mal selbst
Sinstorf. Wird direkt neben Kleingärten und geplanter Wohnbebauung der
Boden vergiftet? Diesen Eindruck erweckt eine Anfrage der
Linken-Abgeordneten Sabine Boeddinghaus und ihrer Fraktion an die
Bezirksverwaltung. Hintergrund: Am Sinstorfer Weg, direkt gegenüber dem
geplanten Neubaugebiet Sinstorf 22 befindet sich die alte Ölförderstelle
Groß-Hamburg2 (GH2). Hier wird kein Öl mehr gefördert, sondern so
genanntes Lagerstättenwasser in den Boden gepumpt...


Morgen müsste theoretisch die (eine erste Antwort auf die parallele Anfrage der Grünen an den Hamburger Senat vorliegen). Falls der Senat auf unsere Kernfrage nach der Sicherheit dieser Bohrung antwortet, dann lernen wir, wie unsere staatlichen Top-Manager es mit der Auslegung von Gesetzen und Verordnungen halten, die für die Sicherheit von Bevölkerung und Umwelt halten:
Die Bohrung liegt inmitten eines Wohngebiets, nur 35 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt.

Falls der Top-Manager Horch (seine Behörde ist zuständig für den Bergbau in Hamburg) nichts dabei findet, was da in Sinstorf läuft, dann können wir uns nach meiner Auffassung auf etwas gefasst machen, was die mögliche zukünftige Erdöl-/Gasproduktion im Exxon-Land "Vierlande" angeht.