Autor Thema: Erdbeben in der Altmark  (Gelesen 670 mal)

Offline kardan

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Erdbeben in der Altmark
« am: April 01, 2017, 06:20:38 »
"Seit Inbetriebnahme des Netzes im Jahre 1986 wurden aus dem 100 km Umkreis lediglich energieschwache Beben mit einer maximalen Magnitude von ML = 2,6 aus dem Raum westlich von Salzwedel beobachtet. Sie entstammen einem eng begrenzten Gebiet mit massiver Erdgasförderung und sind deshalb als induziert anzusehen. Ein weiterer Hinweis hierzu ergibt sich daraus, daß die ohnehin geringe Bebenaktivität nach dem Zurückfahren der Fördertätigkeit seit 1993 auf etwa ein Beben jährlich abgenommen hat." Planfeststellungsverfahren Morsleben, Seite 28; S.107 Tabelle Erdbeben in der Altmark
http://www.endlager-morsleben.de/SharedDocs/Downloads/Morsleben/DE/planfeststellungsverfahren/lfdnr011-074-00-v02-i074.pdf?__blob=publicationFile&v=1

13.01.2011 Erdgasförderung löste seit 1980 vier leichte Beben aus http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/gardelegen/124575_Erdgasfoerderung-loeste-seit-1980-vier-leichte-Erdbeben-aus.html
Von der Erdgasförderindustrie ist es immer wieder bestritten worden. Die Bürgerinitiative "Kein CO2-Endlager Altmark" hat es jetzt schwarz auf weiß: Seit 1980 gab es vier Erdbeben in der Region Salzwedel. Ausgelöst durch die Erdgasförderung. Allerdings: Die Altmärker haben davon nichts gespürt, denn die Beben in einer Stärke von 1,9 bis 2,6 auf der Richterskala können in die Kategorien "Mikro" (bis 2,0) beziehungsweise "extrem leicht" (bis 3,0) eingeordnet werden.
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Stadelmann wandte sich an das Wirtschaftsministerium, in dessen Zuständigkeit das Landesamt für Bergbau und Geologie liegt. Dieses listete die Erdbeben, "bergbauinduziert", auf. Tages- und uhrzeitgenau, einschließlich der genauen Lage und Tiefe der Epizentren.
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Auffällig ist, dass es drei Erdbeben nach 1989 gab. Die Erdgasförderung hatte zu diesem Zeitpunkt den Höhepunkt bereits überschritten. Eine Entwicklung, die mit einem abnehmenden Lagerstättendruck einher ging. Zu Beginn der Förderung Ende der 1969er Jahre lag er bei bis zu 450 Bar. Jetzt beträgt er teilweise lediglich 30 Bar. Ein gewaltiger Druckabbau, der eben auch zu Entspannungen in den Gesteinsschichten führte, damit letztlich auch zu den Mikrobeben.

28.10.2012 Erdbeben 5km nördlich von Salzwedel

Direkt davor seit Anfang August 2012: Neue Erkundungsbohrung (Lüchow Z1) bis in 3400 Meter Tiefe
http://www.ejz.de/index.php?&kat=50&artikel=109533188&red=28

20.06.13 Bürger melden Erschütterungen / Letztes Ereignis im Oktober 2012 https://www.az-online.de/altmark/salzwedel/erdbebengefahr-altmark-2965876.html
Das Ministerium schließt aus, dass die Wahrnehmungen der Bürger, die am 21. September bei Maxdorf Erschütterungen gespürt haben, auf seismischer Aktivität beruhen. Seit dem Jahr 1980 habe es in der Altmark insgesamt sechs messbare Minibeben gegeben, die alle Auswirkungen des Bergbaus waren.
« Letzte Änderung: April 01, 2017, 20:16:20 von kardan »